Wie arbeitet gesundheitsziele.de?

gesundheitsziele.de ist eine Konsensplattform, die die Kooperation unterschiedlicher Akteure im Gesundheitswesen ermöglicht, um nationale Gesundheitsziele zu bestimmen und Vorschläge zur Umsetzung zu entwickeln.
gesundheitsziele.de verfolgt einen umfassenden Ansatz zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung, der sektorenübergreifend die Bereiche Aufklärung, Prävention, Behandlung und Rehabilitation einschließt. Die Stärkung der Patient(inn)en und der Betroffenen ist dabei ein zentrales Anliegen.
Gesundheitsziele können bestehende Strukturen und Erfahrungen aufgreifen: In der ersten Arbeitsphase hat gesundheitsziele.de Zielinitiativen im In- und Ausland hinsichtlich ihres Vorgehens und ihrer Ergebnisse sowie ihrer Übertragbarkeit auf das deutsche Gesundheitswesen analysiert. Dabei wurden nationale und internationale Zielekonzepte identifiziert, die als Wissensgrundlage in gesundheitsziele.de eingeflossen sind.
Bis zum Jahr 2006 legte das Forum gesundheitsziele.de sechs nationale Gesundheitsziele vor, die in Arbeitsgruppen entwickelt wurden. Das siebte Ziel wurde nach dreijähriger, intensiver Erarbeitungszeit im Jahr 2012 vorgelegt. Das achte und bisher letzte Gesundheitsziel "Alkoholkonsum reduzieren" wurde im Frühjahr 2015 veröffentlicht.


Wie werden Gesundheitsziele ausgewählt?

zielkonzept
Das Verfahren der Zielauswahl basiert auf dreizehn Kriterien, anhand derer die Krankheitslast, ökonomische, ethisch-normative sowie pragmatisch-gesundheitspolitische Aspekte und der rechtliche Rahmen eines möglichen Gesundheitsziels geprüft werden. Außerdem wird der Reichweite und den Umsetzungschancen des Zielthemas ein hoher Stellenwert eingeräumt, womit die praktische Umsetzung unterstützt wird.


Systematik der Gesundheitsziele

Die inhaltliche Entwicklung der Gesundheitsziele erfolgt in Arbeitsgruppen, in denen die beteiligten Akteure und externe Expert(inn)en zusammenarbeiten.

Analyse:

Im ersten Schritt analysiert die Arbeitsgruppe die Ausgangslage, identifiziert Aktionsfelder (Prävention, Diagnostik, Patient(inn)enkompetenz, Aufklärung, Versorgung) und erstellt eine Bestandsaufnahme bisheriger Aktivitäten und Zugänge.

Zielformulierung:

In der Phase der Zielformulierung werden Teilziele für die einzelnen Aktionsfelder für Zielgruppen oder auch für Settings entwickelt. Empfohlen wird, eine kleine Anzahl (maximal fünf) möglichst konkreter Teilziele zu formulieren.

Maßnahmenauswahl:

Hieran schließt sich die Auswahl geeigneter Strategien und Maßnahmen zur Zielerreichung an, die sich an wissenschaftlicher Evidenz orientiert. Aus diesem Pool werden „Startermaßnahmen“ empfohlen, die sich zur prioritären Umsetzung eignen, da sie den Kriterien „Bedeutung“, „Machbarkeit“ und „zeitnahe Umsetzbarkeit“ besonders entsprechen. Alle Ziele müssen zudem Querschnittsanforderungen – wie Gender Mainstreaming, gesundheitliche Chancengleichheit, Evidenzbasierung – erfüllen.

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