Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln

Status Quo:

Das Ziel "Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln" wurde 2006 veröffentlicht.
Im Jahr 2014 entschied sich die Arbeitsgruppe, eine Bestandsaufnahme zum verabschiedeten Gesundheitsziel durchzuführen. Basierend auf diesen Ergebnissen berät die Arbeitsgruppe derzeit über das weitere Vorgehen und eine mögliche Aktualisierung.

Relevanz:

Psychische Erkrankungen bilden zunehmend die Ursache für Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit. Rund ein Drittel aller Frühberentungen sind auf seelische Erkrankungen zurückzuführen. Im Jahr 2020 werden Depressionen weltweit die häufigste bis zweithäufigste Volkskrankheit sein.


Ziele:

  • Ausreichender Wissensstand über das Krankheitsbild und seine Folgen in der Bevölkerung (Aktionsfeld Aufklärung)
  • Reduktion von Auftreten und Krankheitslast depressiver Erkrankungen (Aktionsfeld Prävention)
  • Verhinderung von Suiziden, Verkürzung von Krankheitsphasen (Aktionsfeld Diagnostik, Indikationsstellung und Therapie)
  • Frühzeitiges Erkennen von Erkrankten und deren umfassende und schnelle Behandlung (Aktionsfeld Diagnostik, Indikationsstellung und Therapie)
  • Stärkung der Position der Patient(inn)en und ihrer Angehörigen (Aktionsfeld Stärkung der Patient(inn)en und Betroffenen)
  • Verbesserung der Langzeitbehandlung Betroffener (Aktionsfeld Rehabilitation)
  • Bedarfsgerechter Zugang zu Versorgungsstrukturen (Aktionsfeld Versorgungsstruktur)

Empfohlene Startermaßnahmen:

  • Verbreitung und Weiterentwicklung von evidenzbasierten, allgemeinverständlichen Informationen über Krankheitsbild und Behandlungsmöglichkeiten
  • Ausbau und Koordinierung von regionalen Bündnissen gegen Depression
  • Flächendeckende niedrigschwellige Beratungs- und Hilfsangebote für Kinder psychisch kranker Eltern
  • Verhinderung von Nachahmungssuiziden, sensible Medienberichterstattung
  • Praxisbezogene und wiederholte Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen zu kommunikativer Kompetenz für Behandelnde der verschiedenen Professionen
  • Fortbildungsprogramme zur "Partizipativen Entscheidungsfindung"
  • Evaluierte Indikationskriterien für die Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen
  • Implementation der evidenzbasierten und allgemein konsentierten Leitlinie Depression
  • Erweiterung des betrieblichen Arbeitsschutzes um Maßnahmen zur Reduzierung psychischer Belastungen
  • Fachgruppen- und sektorenübergreifende Zusammenarbeit in vernetzten Versorgungsstrukturen (Integrationsverträge nach §140 SGBV)

Dokumente

  • MItgliederliste

    Arbeitsgruppe 9 "Depression"

  • Gesundheitsziel "Depression" (2006)

  • Startermaßnahmen