Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen

Status Quo:

Das Gesundheitsziel "Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen" wurde 2003 verabschiedet. 2011 wurde das Einzelziel 3 "Verständliche, evidenzbasierte, neutrale und umfassende Informationen sind für Patientinnen, Angehörige und Nichtbetroffene verfügbar" aktualisiert.
Im Jahr 2014 wurde die Aktualisierung des Einzelziels 5 "Lebensqualität" abgeschlossen.
Die Arbeitsgruppe ruht zur Zeit.

Relevanz:

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen in Deutschland. Verbesserungspotentiale zur Steigerung der Lebensqualität und Lebenserwartung gelten als längst nicht ausgeschöpft - von der Prävention bis zur Schmerztherapie.

Ziele:

  • Frühes Erkennen von Brustkrebs in einem prognostisch günstigen Stadium (Aktionsfeld Früherkennung / Sekundärprävention)
  • Qualitativ hochwertige und evidenzbasierte Versorgung ist gewährleistet (Aktionsfeld Diagnostik, Therapie und Nachsorge)
  • Verbesserter Wissensstand bei Patientinnen und Nicht-Betroffenen; verständliche, evidenzbasierte und unabhängige Informationen sind für Patientinnen und Nicht-Betroffene vorhanden (Aktionsfeld Information der Nichtbetroffenen und der Patientinnen)
  • Patientinnen sind über Therapieoptionen informiert und Partnerinnen im Entscheidungsprozess (Aktionsfeld Einbindung der Patientinnen in die Therapieentscheidung)
  • Lebensqualität der Patientinnen ist verbessert (Aktionsfeld psychosoziale und psychoonkologische Betreuung)
  • Möglichkeit der Teilnahme an flexibilisierten Angeboten der Rehabilitation ist vorhanden (Aktionsfeld Rehabilitation)
  • Klinische Krebsregister werden geführt und genutzt (Aktionsfeld Register)
  • Kenntnis über verursachende Faktoren und ihre Zusammenhänge ist verbessert, Versorgungsforschung ist etabliert (Aktionsfeld Forschung)

Empfohlene Startermaßnahmen:

  • Informationen erfüllen Qualitätskriterien (wie evidenzbasiert, einheitlich, verständlich, umfassend und neutral)
  • Internetplattform Brustkrebs mit qualitätsgesicherten Informationen und Vernetzung der qualitätsgesicherten Angebote
  • Ermittlung von Zielgruppen und möglichen Zugangswegen
  • Informationen in verschiedenen Sprachen
  • Integration von medizinisch-wissenschaftlichen, psychologischen/psychosozialen und pflegewissenschaftlichen Inhalten
  • Frühe Vernetzung und Einbeziehung der psychosozialen Onkologie in die Behandlung
  • Verpflichtung der Versorgungseinrichtungen zur Transparenz bezüglich Angebot, Expertise und Ergebnisqualität
  • Veröffentlichung der Krankenhaus-Benchmark-Daten
  • Erstellung einer Informationsplattform, die wohnortnah, zeitnah und gezielt vorhandene qualitätsgesicherte Behandlungsangebote (einschließlich psychosozialer Angebote/Selbsthilfegruppen) veröffentlicht
  • Entwicklung und Finanzierung eines Adressennetzwerks auf Internetbasis
  • Entwicklung geeigneter Informationswege für Patientinnen und Angehörige
  • Aufnahme von Telefonnummern örtlicher Selbsthilfegruppen in die Telefonbücher

Dokumente

  •  Mitgliederliste

    Arbeitsgruppe 5 "Brustkrebs"

  • Gesundheitsziel "Brustkrebs" (2003)

  • Startermaßnahmen

  • Aktualisierte Zielvereinbarung (2010)

    Ziel 3 "Patienteninformation"

  • Aktualisierte Zielvereinbarung (2014)

    Ziel 5 "Lebensqualität"