thueringen

Thüringen



Zielthemen und prioritäre Handlungsfelder


  • Gesund alt werden – eine Herausforderung für jedes Lebensalter
  • Brustkrebs: Sterblichkeit vermindern, Lebensqualität erhöhen
  • Depressive Erkrankungen verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln
  • Suchtmittelmissbrauch reduzieren
  • Entwicklung von bedarfsgerechten und qualitätsgesicherten Strukturen und Angeboten der Gesundheitsförderung
Übersicht der Ziele und Teilziele finden Sie unter Dokumente: "Gesundheitsziele Flyer".


Rechtlicher Status der Zielprozesse

Die Arbeit im Gesundheitszieleprozess beruht auf der Freiwilligkeit der Akteure. Der Prozess wird vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit (TMSFG) konzeptionell und organisatorisch getragen.


Finanzierung und Trägerschaft

Träger der geschäftsführenden Aufgaben des Zieleprozesses ist die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e. V. - AGETHUR. Sie ist darüber hinaus in enger Zusammenarbeit mit dem TMSFG Träger ausgewählter inhaltlicher Aufgaben wie Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung, Konzeption, Planung und Umsetzung in den Gesundheitszielbereichen 1.1, 1.3 und 5 sowie Sicherung von Transparenz (www.gesundheitsziele-thueringen.de).

Die Finanzierung erfolgt durch das TMSFG. Das TMSFG finanziert darüber hinaus beispielhafte Maßnahmen zur Umsetzung von Zielen: Das TMSFG finanziert des Weiteren wissenschaftliche Begleitung zur Prozess- und Strukturevaluation sowie zur konzeptionellen Entwicklung einer integrierten kommunalen Berichterstattung.


Struktur

Auf der 1. Gesundheitszielekonferenz im Freistaat Thüringen am 17. Januar 2007 haben sich das TMSFG und andere für die Gesundheit in Thüringen relevante Einrichtungen, Organisationen und Verbände auf fünf Gesundheitszielbereiche verständigt und beschlossen, in diesen Bereichen in gesonderten Arbeitsgruppen tätig zu werden, und zwar im Sinne

  • der Formulierung von Zielen und Teilzielen,
  • der Definition von Indikatoren zur Messung der schrittweisen und zeitlich festgelegten Umsetzung der Ziele und Teilziele,
  • der Zusammenstellung von Maßnahmen und Maßnahmekatalogen unter Einbeziehung möglichst vieler relevanter Akteure,
  • der Dokumentation und Evaluation der einzelnen Zieleprozesse (einschl. einer Gesamtschau des Gesundheitszieleprozesses) mit der Möglichkeit der Zielkorrektur und damit der Steuerung der initiierten Prozesse.
Die Arbeit erfolgt in folgenden Arbeitsgruppen (AGs):

AG 1:
Gesund alt werden – eine Herausforderung für jedes Lebensalter Das Thema wird zunächst beispielhaft an der Prävention, Früherkennung und Behandlung (insbesondere auch der Beherrschung der Spätfolgen) des Diabetes mellitus Typ 2 bearbeitet, weil diese chronische Krankheit nicht nur mit einer hohen Krankheitslast verbunden ist, sondern auch exemplarisch für eine lebensstil-bedingte Krankheit steht.
Die Arbeit in diesem Zielbereich ist in 3 Gruppen aufgeteilt:
  • AG 1.1: Entwicklung und Festigung eines gesunden Lebensstils zur Prävention von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter
  • AG 1.2: Prävention von Diabetes mellitus Typ 2 im Erwachsenenalter Teilziel 1 Risikopersonen müssen frühzeitig identifiziert werden (Risikopersonen = Menschen mit einem deutlich erhöhten Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken)
  • AG 1.3: Gesundheitsförderung in der zweiten Lebenshälfte Ziel: Erhaltung der Lebensqualität durch die Förderung von Autonomie und Unabhängigkeit im Verlauf des Alterns Der Diskussionsprozess zur Formulierung von Teilzielen ist noch nicht abgeschlossen.
AG 2: Brustkrebs: Sterblichkeit vermindern, Lebensqualität erhöhen

AG 3: Depressive Erkrankungen verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln

AG 4: Suchtmittelmissbrauch reduzieren (5 Teilziele)

AG 5: Entwicklung von bedarfsgerechten und qualitätsgesicherten Strukturen und Angeboten der Gesundheitsförderung


Zielgruppen

  • Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 17 Jahren (1.1)
  • Erwachsene ab 40 Jahre (1.2)
  • Altersgruppe 60+ (1.3)
  • Frauen mit (nach) Brustkrebs (2)
  • Allgemeinbevölkerung (3)
  • Kinder und Jugendliche,
  • Kinder/Jugendliche aus suchtbelasteten Familien (4)
  • Kommunalpolitiker, Akteure im Bereich Gesundheitsförderung, Jugendhilfe, Bildungsbereich (5)
Um die zielgruppengerechte Arbeit zu qualifizieren, wurde am 27. Mai 2009 ein Fachtag zur Gesundheitspsychologie durchgeführt.


Grundprinzipien des Zielprozesse

  • Relevante Partner zusammenführen und konsensbildend agieren
  • Partizipation der Zielgruppen anstreben
  • sozialkompensatorisch denken und arbeiten
  • vorhandene Ressourcen erkennen, strukturieren und bündeln
  • Prozess der Zielformulierung einheitlich nach den SMART-Kriterien gestalten (Spezifisch, präzise und konkret formuliert, Messbar, quantitativ und qualitativ eindeutig), Attraktiv, positiv und mit starker Anziehungskraft, Realistisch, nachvollziehbar durch eigene Kraft erreichbar, Terminiert, Gesamtziel und Teilschritte zeitlich fixiert.
  • Empfehlungen und Standards entwickeln und umsetzen
  • Initiativprojekte anregen und unterstützen

Umsetzung der Zielmaßnahmen

Die Ziele werden auf Teilziele heruntergebrochen, die Zielgruppen ggf. spezifiziert, Strategien und Maßnahmen festgelegt und Indikatoren – vornehmlich für Struktur- und Prozessqualität – zusammengestellt bzw. der diesbezügliche Entwicklungsbedarf definiert – und Schnittmengen zu anderen Zielbereichen/Teilzielen identifiziert. Diese Arbeit erfolgt in den Arbeitsgruppen vorwiegend unter konzeptioneller Moderation der AGETHUR gemeinsam mit dem TMSFG.


Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung des Gesamtprozesses steht noch am Anfang Im Hinblick auf konkrete Maßnahmen ist die Vergabe eines Logos „Thüringer Gesundheitsziele“ vorgesehen, dessen Vergabe an die Einhaltung von Qualitätskriterien gebunden ist. Weiterhin sind Fortbildungsmaßnahmen (Workshop-Reihe) zur Qualitätssicherung) durchgeführt worden.



Links

www.gesundheitsziele-thueringen.de
www.thueringen.de

www.agethur.de
www.bueroimpuls.de

Kontakt

  • Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

    Referat Gesundheitspolitik, Pharmaziewesen
    Frau Christine Anding
    Werner-Seelenbinder-Str. 6
    99096 Erfurt
    Tel.:   0361 - 37 98 611
    Fax:   0361 - 37 98 840
    christine.anding@tmsfg.thueringen.de

  • Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

    Referat Öffentlicher Gesundheitsdienst, Gesundheitsförderung, Suchthilfe
    Herrn Winfried Funk
    Werner-Seelenbinder-Str. 6
    99096 Erfurt
    Tel.:   0361 - 37 98 690
    Fax:   0361 - 37 98 840
    winfried.funk@tmsfg.thueringen.de

  • Landesvereinigung für Gesundheits-förderung Thüringen e. V. - AGETHUR

    Frau Dr. Eva-Maria Hähnel
    Carl-August-Allee 9
    99423 Weimar
    Tel.:    03643 - 59 223   /   03643 - 51 5611
    Fax:    03643 - 5 01 899
    haehnel@agethur.de