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Schleswig-Holstein



Zielthemen und prioritäre Handlungsfelder

Rechtlicher Status der Zielprozesse

Die Gesundheitsziele haben keine Rechtsgrundlage. Ausgehen vom Beschluss der GMK im Jahre 1999 zur zielorientierteren Gesundheitspolitik hat die Landesregierung S-H im Jahr 2000 Gesundheitsziele als einen Schwerpunkt der Gesundheitspolitik festgelegt. Die Gesundheitsziele wurden/werden gemeinsam von allen relevanten Akteuren vereinbart, Teilziele und Maßnahmen im Konsens entwickelt und in Selbstverpflichtung der Akteure umgesetzt.


Finanzierung und Trägerschaft

Der Gesundheitszieleprozess wurde angestoßen durch das Land S-H und wird unter Koordinierung des Gesundheitsministeriums in Arbeitsgruppen unter Federführung des Ministeriums mit allen verantwortlichen Akteuren fortgesetzt. Das Gesundheitsziel „Verringerung der vorzeitigen Sterblichkeit an koronaren Herzkrankheiten“ wird aus Landesmitteln ab 2004 über einen zehnjährigen Zeitraum von einem beim Vertragspartner Ärztekammer S-H augestellten wissenschaftlich ausgebildeten Koordinator umgesetzt. Darüber hinaus stellt das Ministerium Mittel für Sachkosten in geringer Höhe zur Verfügung.


Historie

1994 bildete sich unter Federführung des Gesundheitsministeriums eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe mit dem Ziel der Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus. In den Jahre 1997, 2001 und 2003 hat das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern einer Vielzahl von Institutionen, Verbänden und Organisationen Gesundheitsziele entwickelt, im Rahmen von Gesundheitsveranstaltungen (Gesundheitsforen) diskutiert und festgelegt und zur Umsetzung von verabschiedeten Zielen berichtet. Grundlage für die Entscheidungsfindung waren u. a. der Gesundheitsbericht „Zur Gesundheitslage der Kinder in Schleswig-Holstein“ (1997) und „Sterblichkeit in Schleswig-Holstein 1980 – 1998“ (2001). Nach einer längeren Umsetzungsphase wird für zwei Gesundheitsziel (Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus; Erhöhung der Impfquoten) derzeit eine Aktualisierung der Ziele/Teilziele in den jeweiligen Arbeitsgruppen diskutiert. Für 2011 ist eine Überprüfung der Umsetzung der weiteren Gesundheitsziele und des Prozesses geplant.



Struktur

Zur Organisationsstruktur gehört eine Koordinierung im Gesundheitsministerium als Teilbereich eines Arbeitsplatzes. Zu jedem Gesundheitsziel wurde auf Landes- bzw. regionaler Ebene eine Arbeitsgruppe gebildet, in der relevante Akteure des Gesundheitsbereiches vertreten sind. Gemeinsam erarbeiten sie Ziele / Teilziele und entwickeln Strategien und Maßnahmen zur Zielerreichung. Die Umsetzung ausgewählter Maßnahmen erfolgt in Selbstverantwortung und –verpflichtung der beteiligten Akteure. Auch die Evaluation der Maßnahmen gehört zu den Aufgaben der Arbeitsgruppen. Die Federführung der Arbeitsgruppen obliegt der/dem jeweils zuständigen Fachreferentin/Fachreferenten des Gesundheitsministeriums. Beteiligte Akteure sind Vertreterinnen und Vertreter von Öffentlichem Gesundheitsdienst (Landes- und regionale Ebene), Sozialversicherungsträgern (Kranken-, Renten-, Unfallversicherungsträger), Leistungserbringern, Berufsverbänden, Selbstverwaltungen, Selbsthilfeverbänden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Sozialpartnern.


Zielgruppen

Die beteiligten Akteure sowie Bürgerinnen/Bürger, Versicherte, Patientinnen/Patienten sind Zielgruppe der Gesundheitsziele / des Gesundheitszieleprozesses.


Grundprinzipien des Zielprozesse

Die Möglichkeiten der Zielerreichung werden ganz entscheidend vom Verlauf des Zielfindungsprozesses geprägt. Die frühzeitige Beteiligung relevanter Akteure am Prozess der Zielentwicklung und –festlegung sowie möglicher Maßnahmen kann größere Akzeptanz und Identifikation mit den Zielen und Maßnahmen nach sich ziehen. Bei der Zielentwicklung wurden/werden ausgehend von den in den Gesundheitsforen formulierten Oberzielen in den Arbeitsgruppen Teilziele erarbeitet und Maßnahmen zur Umsetzung entwickelt.



Umsetzung der Zielmaßnahmen

Die Umsetzung der Gesundheitsziele und der Maßnahmen zur Zielerreichung erfolgt in Selbstverantwortung und –verpflichtung der beteiligten Akteure.



Evaluation / Quantifizierung

Die Evaluation von Maßnahmen zur Zielerreichung gehört zu den Aufgaben der Arbeitsgruppen. Bisher ist dieser Aspekt des Zieleprozesses erst ansatzweise aufgegriffen worden.


Publikationen / Öffentlichkeitsarbeit

Publikationen, die die Konzeption des Zieleprozesse bzw. Teilschritte des Prozesse thematisieren, liegen nicht vor. Publikationen, die Maßnahmen zur Zielerreichung beschrieben bzw. sind, liegen zu einzelnen Gesundheitszielen vor, z. B.:
  • Vorsicht zerbrechlich! (Schreibaby, Schüttelkind, Säuglingssterblichkeit, Vermeidbare Todesfälle)
  • Wissenswertes zum Plötzlichen Säuglingstod (SIDS) (Plötzlicher Säuglingstod, SIDS, Säuglingssterblichkeit, Vermeidbare Todesfälle)
  • Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Netzwerk zur betrieblichen Gesundheitsförderung (Betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsplatz, Betrieb)
  • Frauenherzen schlagen anders (Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Frauengesundheit)

Links

Kontakt

  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

    Referat "Maßregelvollzug, Psychiatrie, Rettungswesen, Gesundheitsförderung und -berichterstattung"
    Adolf-Westphal-Str. 4
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    Tel.  0431 / 988 - 5476
    Fax  0431 / 988 - 618 - 5476
    E-Mail: petra.gollnick@sozmi.landsh.de

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