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Bayern


Zielthemen und prioritäre Handlungsfelder

  1. Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol (2005)
  2. Gesunde Ernährung und Bewegung (2005)
  3. Gesunde Arbeitswelt (2005)
  4. Rauchfrei leben (2005)
  5. Gesundheit im Alter (2008)
  6. Prävention von psychischen Erkrankungen (2009)

Rechtlicher Status der Zielprozesse

Gesundheitspolitisches Konzept des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit



Finanzierung und Trägerschaft

Finanzierung von Modellvorhaben durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit; Fördervolumen im Bereich von 3,1 Mio. € / Jahr Geschäftsstelle zur Antragsbearbeitung beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Leitstelle Prävention)


Historie

Ministerratsbeschluss vom 20.9.2004: Neuausrichtung der Prävention in Bayern mit dem Ziel einer evidenzbasierten Ausrichtung an prioritären Handlungsfeldern.

Expertenworkshops am 16.11.2004 und am 18.1.2005: Konsenspapier zur Prävention und Gesundheitsförderung in Bayern mit vier prioritären Handlungsfeldern (Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol, Gesunde Ernährung und Bewegung, Gesunde Arbeitswelt, Rauchfrei leben)

Forum für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz am 14.2.2005 zur Konsensuierung der neuen Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern. mit den gesellschaftlichen Akteuren und zur Initiierung erster Netzwerke

Erweiterung der Handlungsfelder um die Themen „Gesundheit im Alter“ im Jahr 2008 und „Prävention von psychischen Erkrankungen“ im Jahr 2009

Geplant ist die Einbettung in eine umfassende Präventionsstrategie mit dem Ziel, verschiedene präventive Handlungsebenen besser aufeinander abzustimmen


Struktur

Zieleformulierung:
Rahmenvorgabe durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Konkretisierung mit Vorschlägen für Maßnahmen durch Expertenrunden, Abstimmung mit den Akteuren durch Gesundheitsforen
Modellprojekte:
Durchführung durch Projektpartnerschaften mit verschiedenen Akteuren (Krankenkassen, Beratungseinrichtungen, Sportvereinen etc.), Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Antrags- und Begutachtungsmanagement durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Evaluation:
Modellprojekte: intern durch Projektpartnerschaften, extern durch Universität Bayreuth; Gesamtinitiative. extern durch Universität Bayreuth


Zielgruppen

  • Kinder und Jugendliche
  • Erwerbstätige
  • Ältere Menschen in sozial benachteiligten Lebenslagen

Grundprinzipien des Zielprozesse

Gesamtinitiative Gesund.Leben.Bayern.:
  • Datenbasierung
  • Konsensorientierung
  • Konzentration auf epidemiologisch relevante Themenfelder
  • Evaluation
  • Begleitung durch Öffentlichkeitsarbeit und Gesundheitsberichterstattung
Projektpartnerschaften:
  • Evidenzbasierung
  • Orientierung an prioritären Handlungsfeldern
  • Bevorzugung von lebensweltorientierten Maßnahmen (Setting-Ansatz)
  • Durchführung in Kooperationsverbünden
  • Qualitätsmanagement
  • Evaluation

Umsetzung der Zielmaßnahmen

Umsetzung der Zielmaßnahmen erfolgt in Form der Förderung von Projektpartnerschaften nach Beantragung durch gesellschaftliche Akteure.
Mehr Informationen finden Sie hier.


Qualitätssicherung

Gesamtinitiative Gesund.Leben.Bayern.:
expertengestützter und konsensorientierter Entwicklungsprozess begleitende externe Evaluation

Projektpartnerschaften:

  • Strukturiertes Antragsverfahren mit Antragsformular und standardisierter Antragsbegutachtung unter Ausrichtung an expliziten Qualitätskriterien (z.B. Evidenzbasierung, Settingbezug, Evaluationsaspekte etc.) (Planungsevaluation)
  • Laufende Projektberatung, insbesondere auf der Grundlage der Vorlage von Zwischenberichten (Prozessevaluation)
  • Projektforen zum Austausch unter den Projekten
  • Unterstützung durch Manuale zur Projektplanung und Evaluation
  • Abschließende Selbst- und Fremdevaluation (Ergebnisevaluation)

Evaluation / Quantifizierung

Mehrstufige Evaluation der Projekte (siehe oben unter „Qualitätssicherung“), begleitendes Monitoring und externe Evaluation der Gesamtinitiative (Evaluation von Konzept, Strukturen, Prozessen, Ergebnissen).

Die Ziele der Initiative sind semiquantifiziert (z.B. Trendwende beim Einstiegsalter beim Rauchen bis 2008, Senkung der Raucherquote bei Jugendlichen um 25 % bis 2015, Senkung der Adipositas bei Kindern um 30 % bis 2020, Trendwende beim Einstiegsalter beim Alkoholkonsum Jugendlicher bis 2008).



Publikationen / Öffentlichkeitsarbeit

  1. Evaluation in der Gesundheitsförderung - Eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Gesundheitsförderer, Band 3 der Schriftenreihe Materialen zur Gesundheitsförderung, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Hrsg.), Erlangen, 2010
    www.img.uni-bayreuth.de/de/news/Neuerscheinungen/manuale_bt_101125_online.pdf
  2. Wildner M, Caselmann WH, Kerscher GF, Zapf A. Präventionspolitik – das Beispiel Bayern. Prävention 2005; 28 (2); S. 51-56. Prävention, Gesundheitsförderung, Präventionspolitik, Evidenzbasierung
  3. Wildner M, Zöllner H, Caselmann WH, Kerscher GF. Strategy for a public health initiative at regional level - the example of Bavaria. Journal of Public Health 2005; 13; S. 318-324. Prävention, Gesundheitsförderung, Präventionsstrategie, Evidenzbasierung
  4. Reisig V, Nennstiel-Ratzel U, Loss J, Seibold C, Wildner M. Das Evaluationskonzept der Bayerischen Gesundheitsinitiative „Gesund.Leben. Bayern.“. Prävention 2007; 30 (4); S. 116-119. Prävention, Gesundheitsförderung, Qualitätsentwicklung, Qualitätsmanagement, Evaluation
  5. Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und –gestaltung e.V. (Hrsg.): Gesundheitsziele im Föderalismus – Programme der Länder und des Bundes. Bayern. Nanos Verlag, Bonn, 2007. Gesundheitsförderung, Prävention, Präventionspolitik, Gesundheitsziele
  6. Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (Hrsg.): Gesund.Leben.Bayern. Eigenverlag, München, 2008. Gesundheitsförderung, Prävention, Leitziele, Schwerpunkte
  7. Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Hrsg.): Partnerschaften und Strukturen in der gemeindenahen Gesundheitsförderung. Manual. Eigenverlag, München, 2008. www.img.uni-bayreuth.de/de/news
    Gesundheitsförderung, Prävention, Vernetzung, Partnerschaften
  8. Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Hrsg.): Programmplanung in der gemeindenahen Gesundheitsförderung. Manual. Eigenverlag, München, 2008. www.img.uni-bayreuth.de/de/news/
    Gesundheitsförderung, Prävention, Planung, Konzeptentwicklung
  9. Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Hrsg.): Reihe Gesundheitsreport – mit Einzelreporten zur den prioritären Handlungsfeldern der Gesundheitsinitiative. www.lgl.bayern.de/gesundheit/gbe.htm



Instrumente

Konsenspapiere der Expertenworkshops:
  • Konsenspapier zur Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern, 2005 Gesundheitsförderung, Prävention, Gesundheitspolitik, Schwerpunktsetzung
  • Positionspapier „Prävention im Alter“, Stand 25.07.2007 Gesundheitsförderung, Prävention, Gesundes Altern
  • Expertenempfehlung für ein Bayerisches Zukunftsprogramm Prävention, Stand 21.07.2009 www.stmug.bayern.de/gesundheit/aufklaerung_vorbeugung/giba/doc/ expertenempfehlung_praevention_ba.pdf Gesundheitsförderung, Prävention, Gesundheitspolitik, Schwerpunktsetzung
Strukturierte Antrags- und Evaluationsformulare:


Links

Übersichtsdarstellung und Projektlisten:
http://www.stmug.bayern.de/gesundheit/aufklaerung_vorbeugung/giba/index.htm

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