badenwuerttemberg

Baden-Württemberg


Zielthemen und prioritäre Handlungsfelder

2009 / 2010 Entwicklung von Gesundheitszielen im Rahmen der Gesundheitsstrategie; Prozess noch nicht abgeschlossen; bereits jetzt gesichert ist die Etablierung des Gesundheitsziels „Gesund aufwachsen“.



Rechtlicher Status der Zielprozesse

Die Ziele werden von den im Gesundheitssystem relevanten Akteuren erarbeitet. Eine rechtliche Verbindlichkeit besteht nicht. Durch die Einbindung in Gesundheitsstrategie mit Berichtspflicht an das Kabinett besteht eine deutliche politische Selbstverpflichtung.



Finanzierung und Trägerschaft

Die Ziele werden mit den Ressourcen der beteiligten Akteure umgesetzt. Am Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren ist eine Geschäftsstelle eingerichtet worden. Am Regierungspräsidium Stuttgart, Abteilung Landesgesundheitsamt BW, ist eine fachliche Koordinierungsstelle eingerichtet worden. Beide werden aus Landesmitteln bezahlt.


Historie

Nach Scheitern des Präventionsgesetzes auf Bundesebene wurde in BW mit den Trägern der sozialen Sicherungssysteme eine Neuakzentuierung der Prävention in Baden-Württemberg (Präventionspakt ) verabschiedet, der die Ziele

  • Verhinderung des weiteren Anstieges der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bis 2009
  • Senkung der Quote der jugendlichen Raucher (12 – 17 Jahre) bis 2008 im landesweiten Durchschnitt um 3%
  • Verhinderung des weiteren Anstieges der HIV-Neuinfektionsraten
  • Sturzprophylaxe bei älteren Menschen
  • Dekubitusprävention und Kontinenzmanagement
zum Inhalt hatte. Alle Ziele wurden mit Zielvorgaben versehen, ablesbar an den entsprechenden Indikatoren. Im Rahmen der Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg, die u.a. zum Ziel hat, Gesundheit als Querschnittsaufgabe in allen relevanten Politikfeldern zu verankern, wurde eine Projektgruppe beauftragt, die für das Land relevanten Gesundheitsziele auszuarbeiten. Unter Berücksichtigung der dort getroffenen Entscheidungen, aber nicht an sie gebunden, sollen die Kommunen im Rahmen von kommunalen Gesundheitskonferenzen über kommunale Gesundheitsziele und deren Umsetzung auf kommunaler Ebene entscheiden. Die erste dieser Gesundheitskonferenzen soll im Dezember 2010 stattfinden. Weitere Projektgruppen beschäftigen sich mit Gesundheitsberichterstattung, der Etablierung von kommunalen Gesundheitskonferenzen, betrieblicher Gesundheitsförderung, Weiterentwicklung der Primärprävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche, Weiterentwicklung der Früherkennung (Sekundärprävention) sowie Weiterentwicklung der Rehabilitation und Stärkung der Selbsthilfe (Tertiärprävention).



Struktur

Beteiligte Akteure sind u.a. Vertreter folgender Verbände und Interessensgruppen:
  • Landesministerien
  • Träger der sozialen Sicherungssysteme
  • Selbstverwaltung (z.B. Landesärztekammer)
  • Selbsthilfe
  • UniversitäreEinrichtungen
  • Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände
  • Kommunale Spitzenverbände
  • Landessportverband

Zielgruppe

Bevölkerung Baden-Württembergs


Grundprinzipien der Zielprozesse

Erarbeitung und Umsetzung der Zielprozesse im Konsens mit allen relevanten Akteuren auf der Basis von Freiwilligkeit und fachlicher Überzeugung.


Publikationen / Öffentlichkeitsarbeit

  • Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg
  • Informationen auf der Homepage des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren BW
  • Informationen auf der Homepage des Regierungspräsidiums Stuttgart,
    Abteilung Landesgesundheitsamt

Kontakt

  • Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

    Herrn Ministerialrat Dr. Jürgen Wuthe
    Schellingstr. 15
    70147 Stuttgart
    Tel.: 0711 123-3810
    E-Mail: Wuthe@sm.bwl.de
    smbw.baden-wuerttemberg.de