Glossar Gesundheitsziele

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Erklärung der Begriffe
Kindertages- einrichtungen
Kindertageseinrichtungen sind lt. Kinder- und Jugendhilferecht alle institutionalisierten Angebote, in denen Kinder sich für einen Teil des Tages oder ganztägig aufhalten und in Gruppen gefördert werden. Die gebräuchlichste Form der Kindertageseinrichtungen sind die Krippe, der Kindergarten und der (Schul-)Hort. In der Krippe werden die Kinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres, im Kindergarten von drei Jahren bis zur Einschulung betreut. Der Hort ist für Schulkinder außerhalb der Unterrichtszeiten vorgesehen. Die Definition für Kindertagesstätte (KiTa) ist nicht eindeutig festgelegt und wird regional unterschiedlich gehandhabt. So kann darunter einerseits die Ganztagsbetreuung verstanden werden, andererseits die Betreuung von allen drei Altersgruppen (Krippe, Kindergarten, Hort) in einer Einrichtung. In Deutschland ist die Kindertagesbetreuung Teil der Kinder- und Jugendhilfe und in den §§ 22-26 SGBVIII rechtlich auf Bundesebene geregelt. Die Ausstattung der Kindertageseinrichtungen und der Anspruch auf Betreuung der Kinder sind durch 16 Ländergesetze unterschiedlich ausgestaltet. Kindertagespflege ist eine familiennahe Betreuungsform und zählt trotz zahlreicher Übergänge nicht zur institutionalisierten Kindertagesbetreuung.
Konsens
Konsens bedeutet, dass die Gesundheitsziele von allen beteiligten Akteuren gemeinschaftlich getragen werden. Diese einigen sich – jeder für den eigenen Verantwortungsbereich – auf eine gemeinsame Vorgehensweise zur Erarbeitung und Erreichung eines Gesundheitsziels.
Kriterienanalyse
Durch die Kriterienanalyse wird die Relevanz eines Themas ermittelt. Bei der Auswahl eines Gesundheitsziels sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:

- Verbreitung
- Schweregrad (Mortalität; individuelle Krankheitslast)
- Verbesserungspotential
- Volkswirtschaftliche Relevanz
- Ethische Aspekte
- Chancengleichheit
- Priorität aus Sicht der Bevölkerung
- Messbarkeit
- Machbarkeit (Instrumente/Verfahren; Beteiligung der Akteure)

Beteiligungsmöglichkeiten der betroffenen Bevölkerungsgruppe an der Problemlösung
Kultursensibilität
Die kulturelle Zugehörigkeit prägt Lebenswelten, Werte, Verhaltensweisen, Selbstverständnis und Überzeugungen von Gruppen und Individuen. Wahrnehmung und Handeln werden häufig erst einem kulturellen Hintergrund verstehbar. Kultursensibilität berücksichtigt mögliche kulturelle Differenzierungen im Selbstkonzept, Rollenverständnis und Bedürfnissen ohne das Gegenüber darauf festzulegen. In der Pflege gibt es bereits seit einigen Jahren einen Diskurs darüber, wie diese Aspekte angemessen in pflegerisches Handeln umgesetzt werden können.