Evaluation des Gesamtprozesses von gesundheitsziele.de

Im Jahr 2000 wurde die Plattform gesundheitsziele.de ins Leben gerufen. Von Anfang an wurde das Thema Evaluation stets mitdiskutiert und sukzessive weiterentwickelt. Im Jahr 2004 wurde ein Evaluationsbeirat eingerichtet, der den Kooperationsverbund wissenschaftlich begleitet und sowohl für die Evaluation des Gesamtprozesses als auch für die Evaluation der Gesundheitsziele verantwortlich ist.

Mittlerweile haben sich mehr als 120 Verbände und Organisationen unter Beteiligung von Bund, Ländern und Kommunen im Kooperationsverbund gesundheitsziele.de zusammengeschlossen. In diesem Rahmen werden im Konsens nationale Gesundheitsziele formuliert. Alle Beteiligten haben sich in einer gemeinsamen Erklärung verpflichtet, die nationalen Gesundheitsziele in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich umzusetzen.

Inwieweit die Akteure im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten ihre eigenen Aktivitäten an Gesundheitszielen ausrichten und zielführende Maßnahmen umsetzen, wurde in einer Evaluation des Gesamtprozesses auf wissenschaftlicher Basis festgestellt. Dabei galt es u.a. herauszufinden, welche konkreten Erfolge zu verzeichnen sind bzw. wie der Prozess weiter optimiert werden kann,  um den Mehrwert des Zusammenwirkens zu verstärken.

Basierend auf den Erwartungen und Anforderungen aus dem Workshop „Relevanz und Nutzen der nationalen Gesundheitsziele für Verbände und Organisationen“ am 22. November 2012 in Berlin wurde unter Federführung der Vorsitzenden des Evaluationsbeirats und zusätzlicher externer wissenschaftlicher Expertise ein Fragebogen entwickelt, der im Frühjahr 2013 allen Träger- und Partnerorganisationen mit der Bitte um Beantwortung zugesandt wurde. Der Fragebogen gliederte sich in die Blöcke

  • Hintergrund
  • Bedeutung der nationalen Gesundheitsziele und des nationalen Zieleprozesses
  • Praktische Umsetzung der nationalen Gesundheitsziele
  • Mitarbeit beim Gesundheitszieleprozess und Inanspruchnahme
  • Zukünftige Ausrichtung der nationalen Gesundheitsziele und des Zieleprozesses
Die Auswertung der Abfrage erfolgte durch externe Wissenschaftlerinnen der Berlin School of Public Health mit freundlicher Unterstützung durch das Robert Koch-Institut. Die Beteiligung an der Abfrage war erfreulicherweise hoch und bildete eine gute Ausgangsbasis für belastbare Erkenntnisse.

Die Auswertungsergebnisse wurden den Träger- und Partnerorganisationen im Rahmen eines Abschlussworkshops am 6. Februar 2014 vorgestellt und erörtert, um dann in einem weiteren Schritt aus den gewonnenen Erkenntnissen Konsequenzen für den weiteren Prozess von gesundheitsziele.de abzuleiten.

Die Ergebnisse der Befragung und die Diskussion beim Workshop zeigen, dass der gemeinsamen Erarbeitung von Gesundheitszielen von allen Beteiligten eine hohe Bedeutung zugemessen wird. Gesundheitsziele dienen der Bündelung der Kräfte im deutschen föderalen Gesundheitswesen und orientieren die Gesundheitspolitik auf vorrangige Gesundheitsprobleme der Zukunft. Sie stellen Handlungsorientierungen für die eigene Arbeit der beteiligten Akteure dar und durch die Zusammenarbeit entsteht ein Mehrwert und gegenseitiger Lernprozess. Wichtig ist für die Beteiligten, dass der Prozess ergebnisoffen ist und die eigene strategische Ausrichtung und prioritäre Handlungsfelder eingebracht werden können. Dies ist Voraussetzung dafür, dass ein Beitrag zur effektiven Umsetzung der Ziele geleistet werden kann. Viele Teilnehmer sprachen sich dafür aus, regelmäßig neue Ziele zu entwickeln und die bereits verabschiedeten Ziele in Abständen zu aktualisieren. Für die Ziele sollten Erfolgsindikatoren definiert und die Zielerreichung regelmäßig auf der Grundlage solcher Indikatoren überprüft werden. 

Den ausführlichen Evaluationsbericht finden Sie nebenstehend.

  • Evaluation Gesamtprozess

  • Handout Workshop 6. Februar 2014